HTC presents: HTC Vive

VR-Brille mit 360-Grad-Tracking

HTC bringt eine VR-Brille auf den Markt, die in Kooperation mit Valve entstanden ist. Die HTC Vive steht in Konkurrenz zur Oculus Rift. Im Video präsentiert der Hersteller das Produkt.

Große Konkurrenz für Facebooks Oculus Rift: Valve und HTC haben zusammen eine VR-Brille vorgestellt, die alles andere in den Schatten stellen soll. Die Spezifikationen lesen sich, als ob dieses Vorhaben gelingen könnte. Erfahrt alles über HTC Vive im Artikel.

HTC Vive: VR-Konkurrenz für Oculus Rift

Gestern, am 1. März 2015, hat HTC nicht nur das HTC M9 vorgestellt, sondern auch die Partnerschaft mit dem Speileunternehmen Valve verkündet (siehe unten). Zusammen arbeitet man an einer VR-Brille, die alle anderen in den Schatten stellen und noch in diesem Jahr auf dem Markt verfügbar sein soll.

Spezifikationen der HTV Vive

Allzu viele Daten gibt es noch nicht von der HTC Vive, einiges ist aber bereits bekannt.

  • Bildwiederholrate von 90 Bildern in der Sekunde
  • 1200 X 1080 Pixel
  • Gyrosensor
  • Accelerometer
  • Laser zur Positionsbestimmung
  • Zusammenarbeit mit Steam VR base zur Positionsbestimmung im Raum (man soll damit herumlaufen können)
  • Zur VR-Brille wird es auch spezielle HTC VR Controller geben, für jede Hand einen

Und was ist mit Software?

Wie schnell und ob überhaupt gute Software von Drittherstellern für die HTC Vive entwickelt wird, steht noch in den Sternen, allerdings kononte man bereits Partner wie Google und HBO für sich gewinnen.

Zusammenarbeit von HTC und Valve

Dass Valve an Virtual Reality arbeitet bzw. forscht, wissen wir schon länger. Dass sie mit HTC zusammenarbeiten und ein bereites fast fertiges Produkt haben, ist allerdings neu. Die Devoloper Edition der VR-Brille wird man ab Frühling sogar bereits bestellen können, das Endprodukt soll gegen Ende des Jahres auf den Markt kommen.

Doch wie kam es zu dieser ungewöhnlichen Zusammenarbeit? Valve selbst ist hauptsächlich ein Software-Hersteller. Auch wenn man mit den Steam Machines erste Erfahrungen im Hardware-Bereich sammelt, ist doch ein Partner, der selbst Hardware herstellt und entwickelt, von großem Vorteil. Auch HTC profitiert von der Zusammenarbeit. So dürfte nicht nur der Name Valve für einen großen Bekanntheitsschub sorgen, man nutzt auch Technologie von Valve selbst – VR-Tracking zur Positionsbestimmung.

Informationen zum Preis gibt es noch keine, allerdings kann man davon ausgehen, dass die HTC Vive aufgrund ihrer zahlreichen Sensoren teurer wird als eine Oculus Rift.

Hands-on

GIGA-Redakteur Kamal hatte bereits die Möglichkeit, die BRille auf dem MWC anzutesten und ist begeistert. Unbedingt ansehen!

HTC hat auf dem diesjährigen MWC nicht nur das One M9 vorgestellt, sondern auch die Virtual Reality Brille Vive. Ich durfte mir gerade die 30-minütige Demo angesehen und bin absolut geflasht — hier mein erster Eindruck.Es gibt diese Momente, in denen man merkt, wie sehr man eigentlich in der Zukunft angekommen ist. Einen solchen erlebt ich gerade, als ich den etwa 4 x 5 Meter großen Raum auf HTCs Stand beim Mobile World Congress in Barcelona betrat. Das Glück war mir hold, denn erlaubt war bei der Demo leider nur einer von uns beiden Redakteuren. Bei „Stein, Schere, Papier“ konnte ich gegen Frank gewinnen, um den begehrten Platz zu ergattern (sorry, Frank). Gefilmt werden durfte die Demo selbst leider nicht.
In der Mitte des Raumes erwartete mich auf einem kleinen Podest die VR-Brille HTC Vive, die in Zusammenhang mit Entwickler Valve, bekannt für die PC-Games-Plattform Steam, entstanden ist.

Nachdem mir in die Brille herein geholfen und ein Gürtel mit Sensoren auf Hüfthöhe umgelegt wurde, war ich auch schon weg. Ich stand mitten in einem recht kahlen virtuellen Raum. Um mich auch interaktiv darin bewegen zu können, wurden mir noch zwei Controller in die Hand gedrückt, die ein wenig an Nintendos Nunchuk erinnern. Dann war ich vollends in der virtuellen Realität angekommen. Wie beeindruckt ich noch immer davon bin, vermittle ich ja bereits im Video, hier möchte ich noch kurz auf die gezeigten Demos und die Brille selbst eingehen.

HTC Vive: Die Demos

  • Intro: Eine erste kurze Demonstration des virtuellen Raums, seiner Grenzen und wie die Controller funktionieren
  • Setup Room: Ein offener und weiter Raum, in dem sich im Boden bewegende Pfeiler auf die eigenen Vor- und Rückwärtsbewegungen reagieren
  • The Blue: Hier befindet man sich unter Wasser auf einem Schiffswrack und kann die Umgebung erkunden, kleine Fische mit Handbewegungen ärgern und über die Reling schauen, um dann von einem extrem nah vorbeiziehenden Wal überrascht zu werden.
  • Job Simulator: Die im Comicstil gehalten Küche zeigt die Interaktionsmöglichkeiten mit Hilfe der Controller. So kann man so ziemlich alle Gegenstände durch den Raum werfen, mit Nudelholz und virtuellem Steak Baseball spielen, Flaschen zertrümmern und vieles mehr.
  • Quar: Eine kurze Demonstration eines großflächigen Tower Defense-Spiels, bei dem man zahlreiche Details erkunden und aus nächster Nähe betrachten kann
  • Tilt Brush: Ein 3D-Malprogramm, in dem man durch seine Zeichnungen hindurch gehen und diese von allen Seiten betrachten kann
  • Robot Repair: Bei der letzten Demo trifft man aus Figuren des Spiels Portal (das ebenfalls von Valve stammt) und wird zu diversen Interaktionen aufgefordert
  • Outro

Die Brille an sich ist sehr bequem zu tragen, nach kürzester Zeit im virtuellen Raum vergisst man auch eigentlich schon, dass man sie trägt. Ja, Pixel sind beim genauen Hinschauen zu erkennen, aber auch das vergisst man innerhalb weniger Sekunden.

In der Vergangenheit konnte ich bereits die Oculus Rift und die Gear VR testen, bei beiden hatte ich innerhalb kurzer Zeit Schwindelgefühle. Bei der heutigen Demonstration war dies in keiner Weise der Fall, stattdessen fühlte sich das Erlebte erschreckend „echt“ an.

Bei der Demo waren die Brille, der Gürtel und die Controller noch verkabelt, die später erscheinende offizielle Version soll allerdings kabellos sein, wodurch die Bewegung im Raum deutlich weniger eingeschränkt sein wird.

Ich kann es nicht oft genug sagen, aber diese halbe Stunde war einfach krass. Die unterschiedlichen Demos zeigen auf wirklich beeindruckende Weise, was alles mit der HTC Vive möglich sein wird. Und das ist erst der Anfang von etwas extrem Großem. Ja, das ist das Holodeck, mit dem man innerhalb kürzester Zeit in komplett andere Welten abtaucht. Natürlich birgt ein solcher Grad an Immersion auch Gefahren, das ist aber ein Thema, das wir später ergründen müssen.

Quellen: http://www.chip.de/video/HTC-presents-HTC-Vive-Video_76948390.html# und http://www.giga.de/zubehoer/htc-vive/

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